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Mittwoch, 27. Juni 2012

Damals

Denkst du an vorher? an damals? an Tage, die nicht mehr erscheinen?
fragst du dich müde, was war, und spielst Puzzle mit quälendem Gestern?
Du bist nicht allein zwischen vielen, die nicht in der Gegenwart leben
Vertreibe die Sorgen, erinn're dich, wenn du schon nachdenklich sein musst,
an gute, nicht schlechte, an schöne, nicht hässliche Dinge, und lebe
in Glück und Zufriedenheit, Stolz und Vertrauen in liebe Momente

Samstag, 14. April 2012

Glenn Gould

Wer war der Größte? - Glenn Gould!
Warum? - Weil es so ist!
Wieso war er der Größte? - Find's raus!

Dienstag, 7. Februar 2012

Donnerstag, 2. Februar 2012

Der fröhliche Erdkugeltransporteur

Unsere Entwicklungsabteilung im "Restaurant zur manövrierbaren Erdkugel" war wieder einmal sehr fleißig. Wir haben keine Kosten gescheut, um unseren kleinen Gästen in Zukunft etwas ganz Spezielles anbieten zu können, und zwar den fröhlichen Erdkugeltransporteur:
   
 (vor dem Backen)
   
Dieses Gericht für Kinder und kindgebliebene Sinnsucher ist nicht nur geschmacklich delikat, sondern eröffnet durch seine eingebaute Omenfunktion Köchen, Kellnern und Essenden nach jedem Backvorgang stets weitere, ungeahnte Einblicke in die Zukunft des irdischen Lebens:   
 
 
  (nach dem Backen)
  
Wenden wir uns nun dem Stand der Dinge bei dem Gericht zu, das wir vorrangig den Erwachsensten der Erwachsenen empfehlen, und für das unser Restaurant mittlerweile den siebzigtrilliardsten Stern bekommen hat: der manövrierbaren Erdkugel. Es folgen Bilder von Prototyp 4, bei dem wir uns symbolisch der Zeit in fünfhundert Millionen Jahren gewidmet und eine mögliche Form des dortigen Antriebswerksstands der Erde skizziert haben:
 
 (vor dem Backen)
      
 (nach dem Backen)

Der Erdkern ist zwar noch heiß (Ei mit Paprikakrüstchen), aber die Schächte des duschkopfprinzipiellen Supertriebwerks sind bereits angezeichnet (mit gefriergetrockneten Petersilienstückchen, um die abartige Hitze zu erdulden). Für die Behausungen der irdischen Luft- und Wasseratmer wurde erneut auf Oliven zurückgegriffen. Dies nur sparsam, um den Gesamtgeschmack des Gerichts nicht zu beeinträchtigen, an einer Lösung für zahlreichere Behausungen wird selbstverständlich forsch weitergearbeitet, denn: Als Siebzigtrilliarden-Sterne-Restaurant sehen wir uns in der Pflicht, unseren Gästen höchstmögliche Wirklichkeitsnähe in allen Weltraumflottmachungs- und Überlebensfragen zu bieten!    

Sonntag, 29. Januar 2012

Sonnensystem aus Zehntrilliardensternerestaurant schlägt schon jetzt alle Geschmacksrekorde!

 (von oben)
   
   
(von schräg vorn)
 
Es handelt sich auch hier erst nur um einen Prototypen. Geschmacklich bereits auf allerhöchstem Niveau (Preis für die beste Pizza, Preis für das beste Teiggericht, Preis für die beste Eierspeise usw.), ist das Konzept des "Sonnensystems" noch keineswegs ausgereift. Soll es nur eines geben? Oder ein "Neues" und ein "Altes"? Zur Erläuterung: Das alte Sonnensystem ist das, in dem wir uns momentan mit unserer Erdkugel und anderen Planeten wie Merkur, Venus, Mars noch befinden. Unser Restaurant zur manövrierbaren Erdkugel zielt allerdings hin auf die Information seiner Gäste über die Verbringung der Erde in ein neues Sonnensystem. In welcher Form, in welcher Raumzeit können wir unseren Gästen ihre parastellare Verantwortung am angenehmsten schmackhaft machen? Mit dieser Frage beschäftigen wir uns emsig.  Es folgt noch eine einzigartige, überwältigende Aufnahme der Sonnenexplosion, die mit dem neuen Sabbl gelungen ist, im Hintergrund die Raumzeitkrümmung.
 
   
Sonnenexplosion
(Theoretischer Zeitpunkt: in drei Milliarden Jahren)

Deutlich zu sehen ist die gewaltige Zerstörungskraft (blauer Pfeil), die unseren Planeten (symbolisiert als Olive) pulverisiert hätte, wäre er nicht rechtzeitig als manövrierbares Raumschiff in ferne Weiten geflogen (symbolisch: gegessen worden). Das gesamte irdische Leben wäre auf einen Schlag für immer ausgelöscht gewesen! So greift der Tod mit seiner nackten Pranke unerbittlich nach allem, was ihm nicht entschwindet - wir KÖNNEN es noch ändern! Und die Welt in uns am Leben halten.

Freitag, 27. Januar 2012

Sonnensalat mit abkühlendem Erdkern

Sonnensalat mit abkühlendem Erdkern
(Kartoffelscheibchen mit Ei auf Öl, Pi x 10 x 10 cm)
 
In unserem Restaurant zur manövrierbaren Erdkugel genügen wir höchsten Ansprüchen. Unsere verehrten Gäste werden jovial geduzt. Probiere unseren extravaganten Sonnensalat! Er ist ein Genuss. Auf zartem Ölteppich wird ein erkaltendes Ei zwischen liebevoll angemachten Kartoffeln serviert. Das Ei stammt von einem freien, Marathon laufenden, glücklich gackernden Huhn und verhält sich in unserer Schüssel wie unser Erdkern in unserem Sonnensystem: von außen zwar noch leicht verzögert (wir schälen und schneiden die Kartoffeln handwarm), sinkt die Temperatur im Ei dennoch von Minute zu Minute - einst flüssige Lavamassen erstarrt, siedendes Metall unaufhaltbar fest und fester geworden! Wohl denen, die es rechtzeitig verstanden haben mögen, aus diesen edlen Massen Nützliches zu gießen!

Sonntag, 8. Januar 2012

Warum gentechnisch veränderte Lebensmittel prima sind!

Die manövrierbare Erdkugel
(Prototyp 3, vor dem Backen)
 
Auf einen Einwand von bedeutender Provenance, im flüssigen Eigelb könnten gefährliche Keime noch nicht abgetötet sein, haben wir sofort reagiert. Wir haben das Oeuf durch eine Tomate ersetzt. Wir wollen keine Keime töten! Und wir wollen auch nicht, dass Hühner in Legebatterien für den Erdkugeltransport leiden müssen! So etwas kann und will sich ein Zehntrilliarden-Sterne-Restaurant nicht leisten. Aber wir stehen voll und ganz zu gentechnisch veränderten Lebensmitteln. Warum? 
Nun, es ist doch so, dass in all den vielen, geräumigen Hohlräumen, die sich einmal in der Erdkugel befinden werden, auch zufriedene Wesen gut leben wollen, die für ihr Zufriedensein Kraft brauchen. Woher bekommen sie diese Kraft? Sie bekommen sie vom Essen. Also braucht es Tomaten, die unter der Erde wachsen - und nicht irgendwelche Tomaten, sondern schöne Tomaten! Tomaten, die vom Feld geholt im Sonnenlicht blitzen, das man heruntergeleitet hat, und die einem so schmackhaft erscheinen, dass man völlig vergisst, sie auch nach dem Backen zu fotografieren. ... Wo gibt es eigentlich Gentomaten? Seit Jahren suche ich nach gentechnisch verändertem Gemüse, aber finde es nie. Dabei ist die Gentechnik so wunderbar, kann doch nur sie uns helfen, uns schneller, besser und leidloser an die unendlich weiten Lebensräume da unten anzupassen, die nur auf uns warten und uns freudig zurufen: "Kommt! Kommt! Schafft uns! Belebt uns! Nutzt uns! Genießt uns! Hier ist noch Platz für jeden! Wir gehören allen, die kommen!" Dieses weite, weite Land...
 
(Alt-Ökos bitte hier entlang: http://www.zeit.de/2011/46/DOS-Mainstream)