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Donnerstag, 24. August 2017

Ein Ei


Vom 5. 7. bis zum - ich habe es gerade nicht im Kopf, aber nach 41 Tagen, 5 Stunden und etwa 15 Minuten, das weiß ich noch, bin ich am Mittelmeer angekommen, nachdem ich am 5. 7. von Stuttgart aus losgelaufen bin. Diese Wanderung war - für mich - schwieriger als eine sehr ähnliche damals zum Atlantik, aber ich hatte drei gute Gründe durchzuhalten: Das Meer an sich und einfach nur Laufen, so wie 2006 schon, die Inspiration von Forrest Gump also, aber auch die Lieblingsgeige von Niccolò Paganini, der in Genua geboren ist, auf der ich seine Schweißflecken analysieren wollte, und Christopher Kolumbus, auf Italienisch eigentlich: Cristoforo Colombo, der ebenfalls dort geboren wurde. 

Immer wieder habe ich mich gefragt, wie er es geschafft hat, die anderen zu überzeugen, die Erde zu umrunden, so wie es ja für mich ein Problem ist, dass ich es nicht oder zu wenig schaffe, die anderen davon zu überzeugen, "die Galaxis zu umrunden", nämlich zu den Sternen zu fliegen, um mehr zu erfahren - was für unsere Nachkommen und Wiedergeburten nur möglich sein wird, indem wir jetzt endlich damit beginnen, die Vorbereitungen zu treffen für den Umbau der ganzen Erdkugel in ein sinnvolles, komfortables, automobil manövrierbares Großraumschiff, das niemanden zurücklässt, wenn unsere Sonne in zwei Milliarden Jahren kein Leben mehr erlauben wird, und das durch seine Größe den großen Distanzen im Weltraum besser gewachsen sein wird als noch kleinere Schiffe. Bis zum Ende der Pilgerreise kam mir dann folgende Antwort:

Er hat die anderen mit einem Ei überzeugt.

Ich habe jetzt also dieses Ei da oben im Angebot, musste fatalerweise aber soeben im Internet lesen, dass Colombo's Eiüberzeugung NACH der problematischen Schifffahrt stattgefunden hat? Also hat er die anderen nicht mit einem Ei überzeugt, sondern doch nur mit dem Versprechen von Gold? Das ärgert mich jetzt. Ich habe mir große Mühe mit diesem Ei gegeben! Und es war sehr viel Arbeit, jedenfalls für mich, und andere habe ich auch damit belastet. Ich weiß, dass es nicht perfekt ist, und ich würde mir nichts sehnlicher wünschen, als dass ein besserer Grafiker ein besseres Ei macht, aber es war trotzdem Arbeit. Und deshalb will ich es nicht gleich wieder fallen lassen. Ich werde dieses Ei jetzt verwenden. Es ist mir für heute egal, ob Colombo die Leute mit einem Ei oder nur mit Gold überzeugt hat. Was ich glaube, das ist, dass er mit einem Ei die Leute dann immerhin von irgendetwas anderem überzeugt hat! Und deshalb glaube ich:

Ein Ei kann überzeugen.
  

Dienstag, 13. Juni 2017

Datenkrakenschutz

Google macht mir das Einloggen in "meinen" Blog hier von Mal zu Mal schwerer. Natürlich wollen sie mich nur beschützen und brauchen dazu so sehr mehr Daten von mir, um mich hereinzulassen, dass ich es möglicherweise bald nicht mehr schaffe, mich hier in diesen Blog von Google einzuloggen. Trotzdem habe ich mich zu bedanken für viele Jahre technischer Unterstützung, die in der Vergangenheit problemlos geleistet wurde, was man ja auch einmal sagen muss, und ich habe das Angebot angenommen. Also danke, Google! :-) 

Sonntag, 7. Mai 2017

Hopp

Heute ist ein schöner Tag,
den ich gerne leiden mag!

Montag, 19. Dezember 2016

Warnung davor, anderen zu helfen

Die meisten Leut sind schlecht. Wir sind schlecht. Tief in jedem Inneren ist nur ein Kind verschüttet, verletzt und hilflos, aber was tuts zur Sach, wenn die Bestie beißt und einen schlimme Wörter heißt, dann ist man selbst verletzt und kann nicht helfen. Auch wenn man keinen Dank erwartet, auf eines ist man nicht gefasst: wenn man zum Dank beschimpft wird und das Kind, mit dem man spricht, aus dem das Biest erwachsen ist, den, der nur helfen wollt, gar hasst.

Als Versager kann man sich dann nur entfernen. Die eigenen Wunden lecken. Eine Entschuldigung wird man in den meisten Fällen nicht bekommen, so sehr auch das eigene Kinderherz nach Linderung der Schmerzen schreit. Was kann man ändern? Erst sich selbst. Man kann Erfahrungen vertiefen, geistig, sich drin suhlen, sie erinnern, dabei schniefen, aber reflektieren, was da war, bedenken, sinnen, wälzen, sich verrenken und dem andern Gnade schenken.

Nächstes Mal ist man gereifter. Man kann dann etwas besser machen. Beim übernächsten Mal noch besser. Immer besser. Das ist Weiterentwicklung. Wenn man bespuckt wird, kann man lächeln. Wenn man verleumdet und verraten wird, kann man das liebevoll hinnehmen. Man kann sich selbst so weit entwickeln! Ohne zu murren, kann man sich treten lassen. Man kann sich auspeitschen, foltern und an einem Kreuz töten lassen und dazu voll Liebe sein.

Nur, zynisch sollte man nicht werden. Oder überheblich, höhnisch. Das ist ein schlimmer Fehler, den wir Sünder allzu gerne tun: Wir glauben, wir seien etwas besseres, und sei es auch nur ein kurzes Blitzen im Blick, das uns verrät - das Biest im andern wartet nur darauf. Im Eifer des Gefechts tappt also ungeschickte Liebe in die Falle ihres Schicksals, aus Versehen, zeigt sich, wie sie ist, überlegen, und es ist aus mit dem, was sie doch eigentlich erreichen wollte.

Mittwoch, 3. August 2016

Angebereintrag

Heute vor genau 10 Jahren bin ich ganz zu Fuß von Stuttgart bis zum Meer gelaufen! :-) Das war wohl das Größte, was ich in meinem Leben hinbekommen habe, zu Fuß vom Stuttgarter Holocaust-Denkmal bis zum D-Day-Strand, sechs Wochen lang, zu mehr hat's nicht gereicht. Dieses Jahr wäre ich gerne mit Elefanten über die Alpen gelaufen, wie Hannibal, nur mit Spielzeugelefanten, wegen der Story halt, und ebenfalls von Stuttgart bis zum Meer, aber nach Süden anstatt nach Westen, zum Mittelmeer anstatt zum Atlantik, alles zu Fuß, mit Rucksack und Zelt und Walkingstöcken - aber habe mich (noch?) nicht getraut.

Ich weiß nicht, auf was ich warte, aber es wartet in mir. Tief in meinem Inneren wartet etwas.

Nach der Alpenüberquerung, zehn Jahre später, denn so lange reicht die Kraft, die man durch sowas tankt, würde ich dann gerne Richtung Osten ans Meer, vielleicht mit Pferd, und dann, wenn ich alt bin, noch die leichteste Strecke Richtung Norden meistern, im Rollstuhl zu Hand, wo es dann nur noch durch Deutschland mit seinen kompetenten Krankenhäusern an die Nord- oder an die Ostsee geht. Das ist so mein Lebenstraum, "es" vorm Exitus noch in alle Himmelsrichtungen "geschafft" zu haben. Aber zur Zeit sehe ich da schwarz. Jetzt schreibe ich noch eine Zeile, damit es sieben sind, die die eine in der Mitte umrahmen.
 
PS: Das ist der Mist an meinem Internet hier: dass die Zeilen verrutschen, wenn's von der Eingabemaske zur Onlinie geht. Kein "WYSIWYG" - aber liest ja eh niemand, also egal. 

Donnerstag, 28. Juli 2016

Nous sommes nous


Jetzt ist das auch schon wieder (über) zehn Jahre her. Der Normi hat damals in Stuttgart für den Frank Hermann und die Sandrine Lapointe dieses Bild gezeichnet. Ich habe es kopiert, auf der Kopie die Linien verstärkt, eingescannt und am Computer koloriert. Damals ging es um eine französisch-deutsche Freundschaftsseite. Die Seite gibt es nicht mehr, aber die Freundschaft sehr wohl.

Donnerstag, 23. Juni 2016