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Dienstag, 7. Februar 2012

Donnerstag, 2. Februar 2012

Der fröhliche Erdkugeltransporteur

Unsere Entwicklungsabteilung im "Restaurant zur manövrierbaren Erdkugel" war wieder einmal sehr fleißig. Wir haben keine Kosten gescheut, um unseren kleinen Gästen in Zukunft etwas ganz Spezielles anbieten zu können, und zwar den fröhlichen Erdkugeltransporteur:
   
 (vor dem Backen)
   
Dieses Gericht für Kinder und kindgebliebene Sinnsucher ist nicht nur geschmacklich delikat, sondern eröffnet durch seine eingebaute Omenfunktion Köchen, Kellnern und Essenden nach jedem Backvorgang stets weitere, ungeahnte Einblicke in die Zukunft des irdischen Lebens:   
 
 
  (nach dem Backen)
  
Wenden wir uns nun dem Stand der Dinge bei dem Gericht zu, das wir vorrangig den Erwachsensten der Erwachsenen empfehlen, und für das unser Restaurant mittlerweile den siebzigtrilliardsten Stern bekommen hat: der manövrierbaren Erdkugel. Es folgen Bilder von Prototyp 4, bei dem wir uns symbolisch der Zeit in fünfhundert Millionen Jahren gewidmet und eine mögliche Form des dortigen Antriebswerksstands der Erde skizziert haben:
 
 (vor dem Backen)
      
 (nach dem Backen)

Der Erdkern ist zwar noch heiß (Ei mit Paprikakrüstchen), aber die Schächte des duschkopfprinzipiellen Supertriebwerks sind bereits angezeichnet (mit gefriergetrockneten Petersilienstückchen, um die abartige Hitze zu erdulden). Für die Behausungen der irdischen Luft- und Wasseratmer wurde erneut auf Oliven zurückgegriffen. Dies nur sparsam, um den Gesamtgeschmack des Gerichts nicht zu beeinträchtigen, an einer Lösung für zahlreichere Behausungen wird selbstverständlich forsch weitergearbeitet, denn: Als Siebzigtrilliarden-Sterne-Restaurant sehen wir uns in der Pflicht, unseren Gästen höchstmögliche Wirklichkeitsnähe in allen Weltraumflottmachungs- und Überlebensfragen zu bieten!    

Sonntag, 29. Januar 2012

Sonnensystem aus Zehntrilliardensternerestaurant schlägt schon jetzt alle Geschmacksrekorde!

 (von oben)
   
   
(von schräg vorn)
 
Es handelt sich auch hier erst nur um einen Prototypen. Geschmacklich bereits auf allerhöchstem Niveau (Preis für die beste Pizza, Preis für das beste Teiggericht, Preis für die beste Eierspeise usw.), ist das Konzept des "Sonnensystems" noch keineswegs ausgereift. Soll es nur eines geben? Oder ein "Neues" und ein "Altes"? Zur Erläuterung: Das alte Sonnensystem ist das, in dem wir uns momentan mit unserer Erdkugel und anderen Planeten wie Merkur, Venus, Mars noch befinden. Unser Restaurant zur manövrierbaren Erdkugel zielt allerdings hin auf die Information seiner Gäste über die Verbringung der Erde in ein neues Sonnensystem. In welcher Form, in welcher Raumzeit können wir unseren Gästen ihre parastellare Verantwortung am angenehmsten schmackhaft machen? Mit dieser Frage beschäftigen wir uns emsig.  Es folgt noch eine einzigartige, überwältigende Aufnahme der Sonnenexplosion, die mit dem neuen Sabbl gelungen ist, im Hintergrund die Raumzeitkrümmung.
 
   
Sonnenexplosion
(Theoretischer Zeitpunkt: in drei Milliarden Jahren)

Deutlich zu sehen ist die gewaltige Zerstörungskraft (blauer Pfeil), die unseren Planeten (symbolisiert als Olive) pulverisiert hätte, wäre er nicht rechtzeitig als manövrierbares Raumschiff in ferne Weiten geflogen (symbolisch: gegessen worden). Das gesamte irdische Leben wäre auf einen Schlag für immer ausgelöscht gewesen! So greift der Tod mit seiner nackten Pranke unerbittlich nach allem, was ihm nicht entschwindet - wir KÖNNEN es noch ändern! Und die Welt in uns am Leben halten.

Freitag, 27. Januar 2012

Sonnensalat mit abkühlendem Erdkern

Sonnensalat mit abkühlendem Erdkern
(Kartoffelscheibchen mit Ei auf Öl, Pi x 10 x 10 cm)
 
In unserem Restaurant zur manövrierbaren Erdkugel genügen wir höchsten Ansprüchen. Unsere verehrten Gäste werden jovial geduzt. Probiere unseren extravaganten Sonnensalat! Er ist ein Genuss. Auf zartem Ölteppich wird ein erkaltendes Ei zwischen liebevoll angemachten Kartoffeln serviert. Das Ei stammt von einem frei laufenden Huhn und verhält sich in unserer Schüssel wie unser Erdkern in unserem Sonnensystem: von außen zwar noch leicht verzögert (wir schälen und schneiden die Kartoffeln handwarm), sinkt die Temperatur im Ei dennoch von Minute zu Minute - einst flüssige Lavamassen erstarrt, siedendes Metall unaufhaltbar fest und fester geworden! Wohl denen, die es rechtzeitig verstanden haben mögen, aus diesen edlen Massen Nützliches zu gießen!

Sonntag, 8. Januar 2012

Warum gentechnisch veränderte Lebensmittel prima sind!

Die manövrierbare Erdkugel
(Prototyp 3, vor dem Backen)
 
Auf einen Einwand von bedeutender Provenance, im flüssigen Eigelb könnten gefährliche Keime noch nicht abgetötet sein, haben wir sofort reagiert. Wir haben das Oeuf durch eine Tomate ersetzt. Wir wollen keine Keime töten! Und wir wollen auch nicht, dass Hühner in Legebatterien für den Erdkugeltransport leiden müssen! So etwas kann und will sich ein Zehntrilliarden-Sterne-Restaurant nicht leisten. Aber wir stehen voll und ganz zu gentechnisch veränderten Lebensmitteln. Warum? 
Nun, es ist doch so, dass in all den vielen, geräumigen Hohlräumen, die sich einmal in der Erdkugel befinden werden, auch denkende Wesen gut leben wollen, die für ihr Denken Kraft brauchen. Woher bekommen sie diese Kraft? Sie bekommen sie vom Essen. Also braucht es Tomaten, die unter der Erde wachsen, und nicht irgendwelche Tomaten, sondern schöne Tomaten! Tomaten, die vom Feld geholt im Sonnenlicht blitzen, das man heruntergeleitet hat, und die einem so schmackhaft erscheinen, dass man völlig vergisst, sie auch nach dem Backen zu fotografieren. Wo gibt es eigentlich Gentomaten? Seit Jahren suche ich nach gentechnisch verändertem Gemüse, aber finde es nie. Dabei ist die Gentechnik so wunderbar, kann doch nur sie uns helfen, uns schneller, besser und leidloser an die unendlich weiten Lebensräume da unten anzupassen, die nur auf uns warten und uns freudig zurufen: "Kommt! Kommt! Schafft uns! Belebt uns! Nutzt uns! Genießt uns! Hier ist noch Platz für jeden! Wir gehören allen, die kommen!" Dieses weite, weite Land. 
 
(Alt-Ökos bitte hier entlang: http://www.zeit.de/2011/46/DOS-Mainstream)

Samstag, 7. Januar 2012

Neues aus dem Restaurant zur manövrierbaren Erdkugel

Nach Konstruktion, Aktivierung und Zerstörung (war aber gut!) einer "Erdkugel für ewige Zweifler" (scheibenförmig, zum Glück ohne Fotobelege: die Fotos haben wir nicht nur vergessen zu machen, sondern würden sie, wenn wir sie hätten, auch keinesfalls zeigen, weil wir dieses Gericht nur als preislose Nebenkost achten und ihren Sinn nicht einvernehmlich fördern können, jedenfalls nicht hier in der Reklame für unser Zehntrilliarden-Sterne-Restaurant), haben wir uns endlich an "Die manövrierbare Erdkugel" gewagt. Hier die Bilder der beiden ersten Prototypen!  

Prototyp 2:
 Die manövrierbare Erdkugel
(Ei in Teig auf Backpapier auf Teller, vor dem Backen)
  
  
 Nach dem Backen. Das Ei ist nicht mehr sichtbar. Sollte es jedenfalls nicht mehr sein. Das täuscht auf dem Bild. Ich kann mich deutlich daran erinnern, dass vor dem Essen kein Eigelb mehr zu sehen war. Beim nächsten Mal werden wir genauer darauf achten. Der Mozzarella ist gut zerflossen. Die Oliven symbolisieren Tiefbauten in Rundform, leider sind sie zu weit Richtung Erdkern gerutscht. 
  
  
 Der Überraschungsmoment. 
Mitten beim Essen fließt plötzlich der gelbe Erdkern heraus. 
Wunderbar! 
 Das Gericht wird selbstverständlich mit Löffel serviert.
Etwas stimmt noch nicht, und zwar sollte eine fertige Erdkugel keinen heißen Kern mehr haben. An diesem Problem arbeiten wir noch. Hierzu suchen wir forsche, dynamische Geologen mit Zusatzausbildung Weltraumtechnik, richten Sie Ihre Bewerbung an Martin Armoniac, Restaurant zur manövrierbaren Erdkugel, Stuttgart.  
 
 
Die folgenden Bilder von Prototyp 1 haben nur noch küchengeschichtliche Bedeutung, wir möchten sie dennoch besonders interessierten Gästen zur Verfügung stellen:

 Vor dem Backen.


Nach dem Backen, leider schon angeschnitten, 
da haben wir zu spät ans Fotografieren gedacht.
 

Bereits hier war der Eiflusseffekt phänomenal.
Aber es war alles noch viel zu flach. 
Mit Prototyp 2 (s. o.) und seinem extrem luftig aufgehenden Teig 
befinden wir uns auf dem richtigen Weg. 
Es wird viel passier'n!

Weihnachten überlebt! :-)

  
Erste Experimente im Restaurant zur manövrierbaren Erdkugel.
 
Der gefährliche Meteoritenschauer
(Teig auf Backpapier)
  
Ein Grund mehr, die Erdkugel flott zu machen, besteht in der Gefahr gefährlicher Meteoriteneinschläge, der durch zweierlei Maßnahmen begegnet werden kann.
1. Tiefbau. Durch die mit der Umstrukturierung der Erde zum manövrierbaren Großraumschiff verbundenen Tiefbaumaßnahmen werden automatisch klimatisierte Schutzräume unter der Erdoberfläche geschaffen, in die sich das irdische Leben während gefährlicher Kometeneinschlagsphasen zurückziehen kann. Auf dinosauriergroße Schutzräume muss diesmal besonders gut geachtet werden. 
2. Kompromissloses Vorantreiben des Baus der gigantischen Antriebswerke, um größeren Kometen eines Tages geschickt ausweichen zu können, denen wir nicht einmal mit einem Rückzug in innererdliche Schutzräume gewachsen wären. 
Die fliegende Erdkugel
(Rundes Roggenbrot auf Teller)
 
Problem: die Gravitation im Backofen. Wir bekommen noch kein völlig rundes Brot hin, weil die wirkliche Erdkugel den Teig nach unten zieht und somit das Brot plättet. Auch das Problem der tektonischen Oberflächenverkrustung ist noch nicht vollständig gelöst. Es finden im Laufe des Jahres, sofern uns mehr Forschungsgelder bewilligt werden, weitere Experimente statt. Wir wissen: Ein Raumschiff hat exakter rund zu sein!